Lysistrada
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Aktuell

Cinema Lysistrada am Montag, 22., und am Dienstag, 23. Oktober, jeweils 20:30 Uhr im Kino Lichtspiele, Olten


Cinema Lysistrada – dieses Jahr mit zwei Filmen zur Opferfrage (und, wie immer, zum Thema Prostitution).

Am Montag, 22.10., zeigen wir einen Dokumentarfilm, der unter die Haut geht: Die Filmemacherin und ehemalige Pornodarstellerin Ovidie zeigt in »Wo Sexarbeiterinnen keine Rechte haben« auf, wie das Gesetz in Schweden (Freierbestrafung) Sexarbeiterinnen erst recht zu Opfern macht und ihnen jegliche Rechte nimmt, statt sie zu schützen und zu stärken.

Am Dienstag, 23.10., zeigen wir Ulrich Seidls Film »Paradies: Liebe« über eine österreichische Sextouristin in Kenia. Im Unterschied zum männlichen Sextouristen und zum Freier überhaupt – den man grundsätzlich als Täter sehen möchte – stellt sich interessanterweise bei der weiblichen Sexkonsumentin die Frage, ob es sich hier um ein Opfer oder um eine Täterin handelt. Seidl findet eine spannende Antwort…


22.10., 20:30 Uhr: »Wo Sexarbeiterinnen keine Rechte haben« (F, 2017), Dokumentarfilm von Ovidie, deutsch, z.T. schwedisch mit deutschen Untertiteln, 55' mit anschliessender Diskussion. Eintritt frei, Kollekte.

Trailer: https://www.facebook.com/lysis...


23.10., 20:30 Uhr: »Paradies: Liebe« (Ö, D, F, 2012), Film von Ulrich Seidl, deutsch, z.T. englisch/Swahili mit deutschen Untertiteln, 120'.


Appell »Sexarbeit ist Arbeit. Für die Rechte von Sexarbeitenden«

Statt eines Verbots von Sexarbeit, wie ihn die Kampagne »Für eine Schweiz ohne Freier. Stopp Prostitution« fordert, verlangen Sexarbeitende, Lysistrada und ihre Partnerorganisationen mehr Rechte für Sexarbeitende. Dahinter stehen folgende Überlegungen:

- Die Würde aller Menschen ist zu wahren. Auch jene von Menschen, die gesellschaftlich stigmatisierte Arbeiten ausführen.

- Gleichberechtigung heisst gleiche Rechte für alle Menschen. Auch für Sexarbeitende. Sie haben das Recht auf Selbstbestimmung und Gewerbefreiheit.

- Geschlechtsspezifische Gewalt und Menschenhandel sind nicht dasselbe wie Sexarbeit. Ein Sexkaufverbot erschwert den Kampf gegen Menschenhandel und den Schutz von Opfern von Gewalt.


Lesen Sie den vollständigen Appell und unterzeichnen Sie ihn auf dieser Seite: https://www.sexarbeit-ist-arbe...



Nein zu einem Prostitutionsverbot!

Eine Expertentagung an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten zum Thema "Sexarbeit als Arbeit" kam zum klaren Schluss, dass sowohl ein generelles Prostitutionsverbot als auch die strikte Regulierung der Sexarbeit, wie sie in der Schweiz zunehmend durchgesetzt wird, für die Sexarbeitenden fast ausschliesslich negative Folgen hat.

In der Radiosendung "Rendezvous" kamen zu dieser Problematik Expertinnen zu Wort, die an der Tagung sprachen. Die Eröffungsrede dort hielt die bei Lysistrada beschäftigte Sozialarbeiterin Melanie Muñoz, Co-Leiterin der Tagung.

Den Beitrag vom 29. Juni kann man hier nachhören.


Beitrag in 10vor10 zur Regelung der Sexarbeit im Kanton Solothurn

In der Sendung 10vor10 wurden unter dem Titel "Neue Schwierigkeiten im Solothurner Rotlichtmilieu" die Konsequenzen des Gesetzes beleuchtet, mit dem der Kanton Solothurn seit 2016 die Sexarbeit zu regeln versucht.

Zu Wort kommen neben einem Betreiber eines Etablissements und den Behörden auch Lysistrada als Stimme der Sexarbeitenden. Das Fazit ist dabei eindeutig: Das Gewerbe ist nun zwar weniger sichtbar, die Probleme aber bleiben, manches ist sogar schlimmer geworden. Das Gesetz erreicht seine Ziele nicht. Der Beitrag wurde am 27. Juni ausgestrahlt und kann hier nachgeschaut werden.

Replik auf die Artikelserie im SonntagsBlick zum Thema Prostitution

PROKORE, die Dachorganisation von Lysistrada und anderen Organisationen, die sich in der Schweiz für die Interessen von Sexarbeitenden einsetzen, hat zusammen mit anderen Organisationen eine Replik auf eine Serie von Artikeln zum Thema Prostitution verfasst. Kritisiert wird vor allem die undifferenzierte und einseitige Darstellung und der fehlende Einbezug der Basisorganisationen, welche teilweise seit mehr als dreissig Jahren mit Sexarbeitenden arbeiten.

Die Replik als PDF gibt es hier.

Als Reaktion auf die Replik hat der Sonntagsblick schliesslich ein Streitgespräch veröffentlicht.


Lysistrada

Fachtagung "Sexarbeit als Arbeit" vom 27. Juni 2018

Lysistrada-Koordinatorin Melanie Muñoz ist Co-Leiterin einer Tagung an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW. Die Fachtagung mit dem Titel "Sexarbeit als Arbeit. Historische und aktuelle Perspektiven, theoretische Zugänge und Handlungsansätze" findet statt in Olten. Anmelden könne Sie sich hier, die Tagungsbroschüre finden Sie hier. Wir freuen uns über alle interessierten Teilnehmenden.

Lysistrada sucht Mediatorinnen

Da unsere Mediatorinnen (fremdsprachenkundige Begleiterinnen für unsere Sozialarbeiterin bei der aufsuchenden Arbeit) gut ausgelastet sind, freuen wir uns stets über entsprechende Bewerbungen. Als Mediatorin sollten Sie die Bereitschaft haben, sich vorurteilslos auf Sexarbeitende einzulassen, und mindestens eine der folgenden Fremdsprachen sprechen: im Idealfall Rumänisch, Bulgarisch oder Ungarisch, wenigstens aber eine romanische Sprache (bevorzugt Spanisch oder Italienisch). Der Arbeitsaufwand beträgt ca. 8–12h/Monat und verteilt sich auf 2–4 Einsätze (auch abends).

Die ausführliche Stellenausschreibung finden Sie hier.


Betriebsbewilligung

Seit dem 1. Januar 16 ist im Kanton Solothurn das revidierte Wirtschaftsgesetz in Kraft, das auch die Sexarbeit regelt. BetreiberInnen von Etablissements sind angehalten, eine Betriebsbewilligung einzuholen. Das Formular, das dafür eingereicht werden muss, und auf dem die erforderlichen Dokumente aufgelistet sind, findet sich hier.

The laws that sex workers really want / TED- Talk von Juno Mac (englisch mit englischen Untertiteln)